Glossar

Adler, Alfred (1870 – 1937):

österreichischer Arzt und Psychotherapeut. Begründer der Individualpsychologie. Adler wollte eine lebensnahe Psychologie schaffen, die es dem Menschen ermöglicht, seine Mitmenschen aus deren Lebensgeschichte zu verstehen. Zwei seiner Bücher (Der Sinn des Lebens und Über den nervösen Charakter) wurden in die Liste der 100 Meisterwerke der Psychotherapie aufgenommen.

Dreikurs, Rudolf (1897 – 1972):

Österreichisch-amerikanischer Psychiater, Pädagoge und Psychologe. Dreikurs war Schüler von Alfred Adler und wurde durch seine zahlreichen, allgemeinverständlichen Bücher (insbesondere zur Lehrerausbildung) weit über die Grenzen der USA hinaus bekannt. Auf der Grundlage der Individualpsychologie entwickelte er eine eigene psychotherapeutische Schule.

Empathie:

Fähigkeit, emotionale Befindlichkeiten anderer Menschen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Ermutigung:

Im Gegensatz zum Lob, das sich auf den Erfolg einer Leistung bezieht, ist Ermutigung auf die Handlung an sich bezogen. Sie respektiert den Anderen in seinem inneren Wesen und stärkt sein Selbstvertrauen.

Fachkompetenz:

… alle Kompetenzen bzw. Fähigkeiten, die sich durch Zeugnisse und Belege nachweisen lassen.

Fachwissen:

Wissen, das jemand braucht, um einen Beruf oder eine Tätigkeit fachgerecht auszuführen.

Goleman, Daniel (*1946):

Amerikanischer Psychologe und Wissenschaftsjournalist. Bekannt wurde er mit seinem 1995 erschienenen Buch „Emotionale Intelligenz“, das international zum Bestseller wurde.

Hard Skills:

„Harte“ Kompetenzen und Fähigkeiten. Siehe Fachkompetenz.

Individualpsychologie:

Eine praktische und leicht nachvollziehbare Tiefenpsychologie, welche die menschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt stellt und von Alfred Adler begründet wurde.

Kommunikative Kompetenz:

Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Methodenkompetenz:

Fähigkeit zur Anwendung bestimmter Lern- und Arbeitsmethoden.

Motivation & Handlungskompetenz:

Einstellung, ein Ziel ausdauernd und mit Hingabe zu verfolgen.

Schoenaker, Theo  (*1932):

Logopäde, individualpsychologischer Berater und Ehetherapeut. Als Autor vieler Lebenshilfe- und Sachbücher trägt er als ehemaliger Dreikurs-Schüler entscheidend zur Verbreitung der Individualpsychologie und der Idee der Ermutigung im Rahmen seines selbst entwickelten Encouraging-Trainings bei.

Schlüsselkompetenzen:

Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die als „Schlüssel“ den kompetenten Umgang mit sich schnell änderndem Fachwissen ermöglichen. Sie setzen sich aus den Methoden- und den Sozialkompetenzen zusammen.

Selbstbewusstheit:

Fähigkeit eines Menschen, seine Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse zu verstehen und zu akzeptieren sowie deren Wirkung auf andere einzuschätzen.

Selbststeuerung:

Fähigkeit, „kurzschlüssige“, jähzornige Impulse oder Stimmungen zu kontrollieren oder umzuleiten („erst denken, dann handeln“).

Soft Skills:

„Weiche“ Kompetenzen und Fähigkeiten, die nur durch eigene und fremde Wahrnehmung erkannt werden können. Siehe auch „Schlüsselqualifikationen“.

Sozialkompetenz:

Wird in einer großen Vielzahl von Bedeutungen verwendet. Meines Erachtens ist es sinnvoll, dem Begriff „Sozialkompetenz“ die fünf Dimensionen der emotionalen Intelligenz– so wie sie der Psychologe Daniel Goleman definiert hat – zugrunde zu legen. Im einzelnen handelt es sich dabei um Selbstbewusstheit, Selbststeuerung, Motivation/Handlungskompetenz, Empathie und kommunikative Kompetenz.

Zeitmanagement:

Vorgehensweisen, die dabei helfen, anstehende Aufgaben und Termine innerhalb eines zur Verfügung stehenden Zeitraums abzuarbeiten.