Über spectiva

Das Kunstwort “spectiva” leitet sich vom Lateinischen “perspectivus” ab, das soviel bedeutet wie “durchblickend”. Ich habe diesen Begriff bewusst für mein Unternehmen ausgewählt.

Der Hintergrund ist, dass ich als Laufbahnberater und Kompetenztrainer davon überzeugt bin, dass Klienten bereits vor Inanspruchnahme meiner Leistungen über wichtige Potenziale verfügen: So wird ein Mensch, der auf der Suche nach dem richtigen Job ist, in seinem Inneren zumindest eine vage Vorstellung davon haben, wohin der Weg gehen soll – auch wenn dieser wie “vernebelt” zu sein scheint. Gleiches gilt auch für Teilnehmer der Kompetenztrainings: Oft können bestimmte Fähigkeiten nicht voll entfaltet werden, weil äußere Umstände dies verhindern. Ich möchte Sie bei dem notwendigen Prozess zum “Wieder-durchblicken-können” unterstützen und Ihnen somit helfen, eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten.

Über mich

Jahrgang 1980

Laufbahnberater nach dem Zürich-Mainzer-Laufbahnberatungsmodell (ZML), Trainer in Schlüsselqualifikationen (Erweiterung der Sozialkompetenz in Arbeit und Beruf), Lehrbeauftragter und Doktorand an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Ausbildungen und Qualifikationen

Studium der Geographie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften mit dem Abschluss „Magister Artium“ an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Ausbildung zum Trainer in Schlüsselqualifikationen am Individualpsychologischen Bildungsinstitut Bad Sobernheim

Weiterbildung Hochschuldidaktik „Lehren in der Hochschule“ am Interdisziplinären Promotionszentrum der Universität Koblenz-Landau

Ausbildung zum Laufbahnberater (ZML) am Institut für Fortbildung in Laufbahnberatung, Mainz

Berufliche Erfahrung

Nachhilfelehrer (vorwiegend in den Fächern Englisch, Mathematik und Erdkunde)

Vertretungslehrer am Gymnasium im Kannenbäckerland, Höhr-Grenzhausen

Dozent beim Katholischen Erwachsenenbildungswerk Westerwald-Rhein-Lahn

Lehrbeauftragter an der Abteilung Geographie des Instituts für Integrierte Naturwissenschaften, Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz)

Meine Motivation, Grundhaltung und theoretische Basis

1. Motivation

Als Vertreter der so viel zitierten „Generation Praktikum“ begleiteten mich einige Sorgen und Ängste um meine berufliche Zukunft sowohl in der Übergangsphase Schule-Studium als auch in der Studienzeit. Dies änderte sich schlagartig, als ich bei meiner Tante Heidi Merlet das Angebot einer Laufbahnberatung in Anspruch nahm. Mir wurde zum Beispiel bewusst, dass es von Vorteil ist, sich von äußeren Meinungen und Einflüssen bezüglich der eigenen Berufswegplanung zu lösen. Egal, ob es sich dabei um vermeintliche Experten handelt, die der Ansicht sind, dass der Traumjob bzw. das angestrebte Studium in der Arbeitslosigkeit enden wird oder um Eltern, die überzeugt sind, den „richtigen“ Beruf für ihren Nachwuchs zu kennen. Diese Aussagen bringen uns oft von der Sicht auf unsere Stärken und Interessen ab, welche wir für unsere Berufsentscheidung jedoch auf jeden Fall berücksichtigen sollten. Denn wer mit Leidenschaft und Selbstbewusstsein hinter einer Sache steht, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit auch erfolgreich sein.

Ein zentrales berufliches Interesse besteht für mich darin, Menschen Inhalte zu vermitteln und ihnen fachliche Hilfestellung anzubieten. Deshalb kristallisierte sich für mich persönlich schnell heraus, dass die Tätigkeit des Laufbahnberaters genau das Richtige für mich ist. Ein weiterer Faktor ist meine ausgeprägte Motivation, anderen Menschen eine ähnlich positive Erfahrung der beruflichen Wegfindung zu ermöglichen, wie ich sie selbst aus der Beratung bei meiner Tante gewonnen habe.

2. Grundhaltung und ethische Richtlinien

Es ist mir äußerst wichtig, dass die Beziehung zwischen mir als Laufbahnberater und Ihnen als KlientIn geprägt ist durch Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, gegenseitiger Akzeptanz und Verständnis.

Dabei respektiere ich Ihre Autonomie und wahre die Achtung vor Ihrer Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.

Alle Informationen werden absolut vertraulich behandelt und können nur mit Ihrer vorherigen Einwilligung weitergegeben werden. Datenschutz ist selbstverständlich.

Darüber hinaus kenne ich meine Kompetenzgrenzen. Ich verwende im Rahmen meiner Beratertätigkeit nur solche Verfahren, für die ich durch Ausbildung, Fortbildung und Erfahrung qualifiziert bin. Sollte sich im Laufe des Beratungsprozesses herausstellen, dass ich Ihnen damit keine angemessene Hilfe mehr bieten kann, werde ich Sie gegebenenfalls an andere Angebote verweisen.

3. Theoretische Basis

Die Individualpsychologie

Meine Arbeit als Trainer und Laufbahnberater fußt auf den Erkenntnissen und Grundlagen der Individualpsychologie (kurz: IP), die Alfred Adler (1870 – 1937) in Wien begründet und Rudolf Dreikurs (1897 – 1972) in den USA weiterentwickelt hat. Trainer, Berater und Therapeuten, die sich dieser psychologischen Schule verpflichtet fühlen, unterstellen, dass konsequente Ermutigung Menschen in schwierigen Lebenssituationen hilft, ihre Schwierigkeiten zu überwinden. Damit stehe ich auf dem Boden einer renommierten psychologischen Richtung.

Menschenbild der IP

Das Menschenbild der IP ist die Basis meiner Arbeit. Dieses Menschenbild wird von drei Aspekten geprägt:

  1. Der Mensch ist ein soziales Wesen, d.h. er kann nicht ohne Beziehungen zu anderen Menschen leben. Die treibende Kraft eines jeden Menschen ist sein Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Wenn Missbefindlichkeiten, Unzufriedenheit oder gar gravierende psychische Störungen das Leben einschränken, dann ist dies immer mit der Art und Qualität seiner Beziehungen zu anderen Menschen zu sehen. Fühlt er sich zugehörig, erlebt er den Zustand sozialer Gleichwertigkeit.

  2. Der Mensch wird als unteilbare Einheit (lat. „individuum“ = ungeteilt) von Körper, Geist und Seele betrachtet. Sein Denken, Fühlen und Handeln bedingen sich gegenseitig und sind nur im Zusammenwirken zu verstehen.

  3. Der Mensch ist ein zielorientiertes Wesen. Ziele sind die Antriebskräfte seines Verhaltens. Die Ziele sind subjektiv und werden oft unbewusst gesetzt. Gelingt es, den Menschen ihre Ziele bewusst zu machen, haben sie auch die Möglichkeit – wenn es störende, unnütze Ziele sind – diese zu ändern oder loszulassen. Das macht Selbstbestimmung möglich, fordert aber auch die Selbstverantwortlichkeit ein.

Die IP hat einen Maßstab für nützliche und schädliche Ziele. Nicht nützliche Ziele sind solche, die der Gemeinschaft schaden, entsprechend sind nützliche Ziele solche, die der Gemeinschaft dienen.

Individualpsychologie – Grundlage von Training und Beratung

In diesen drei Grundannahmen liegen die Anknüpfungspunkte und Chancen für die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Menschen zu jeder Zeit. Mit Hilfe auf der Basis von IP entwickelten Trainings und ermutigender persönlicher Beratung kann dieser Entwicklungsprozess unterstützt und beschleunigt werden.

Einführende Literatur

Theo Schoenaker, Mut tut gut, RDI-Verlag

Alfred Adler, Menschenkenntnis, Fischer-TB 6080

Alfred Adler, Der Sinn des Lebens, Fischer-TB 6179

Rudolf Dreikurs, Grundbegriffe der Individualpsychologie, Klett-Cotta, 1994